Merkel, Nationalhymne

„Trotzdem sind wir ein Land mit einer Nationalhymne“

Angela Merkel und Martin Schulz sind auf Wahlkampftour im Norden. In St. Peter-Ording preist die Kanzlerin die Vielfalt und erklärt, die Deutschen könnten stolz auf ihre Unterschiedlichkeit sein. Außerdem verrät Merkel ein privates Hobby.

Bei einem Wahlkampfauftritt im schleswig-holsteinischen Nordseebad St. Peter-Ording hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für Vielfalt geworben. Als Deutsche sind wir „stolz darauf, unterschiedlich zu sein, wir sind stolz darauf, dass jeder seine eigene Tradition hat, und trotzdem sind wir ein Land mit einer Nationalhymne“, sagte die CDU-Vorsitzende am Montag vor Hunderten Urlaubern und geladenen Gästen.

Angesichts der aktuellen Terroranschläge in Spanien bekräftigte die Bundeskanzlerin, dass der islamistische Terror eine große Herausforderung sei, der nur in internationaler Zusammenarbeit bekämpft werden könne. Für die Sicherheit der Wahlkampfveranstaltung in St. Peter-Ording versperrten unter anderem Fahrzeuge die schmalen Zuwege zur Erlebnispromenade.

Vor dem Hintergrund der Debatte um Fahrverbote für Dieselfahrzeuge sagte Merkel, trotz des großen Wandels hin zu neuen Antriebstechnologien „werden wir noch eine ganze Zeit darauf angewiesen sein, gute Verbrennungsmotoren zu haben – auch saubere Diesel, weil der Diesel viel klimafreundlicher ist und weniger CO2-Emissionen hat.“ Wir müssten etwas tun, damit Arbeitsplätze erhalten blieben und gleichzeitig der Wandel in der Automobilindustrie stattfinde.

Außerdem gab die Kanzlerin noch ein privates Hobby preis: So verriet die 63-Jährige, ihr einziger Sport sei „Unkrautjäten im Garten“. Bereits vor einigen Jahren erzählte die Politikerin in einem Interview, dass sie es in ihrem Garten ordentlich mag.

Schulz attackiert Merkel – „Deutschland kann mehr“

Merkels Konkurrent, SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, eröffnete derweil seine bundesweite Wahlkampftour für die Bundestagswahl in knapp fünf Wochen mit Attacken auf die Kanzlerin. In der großen Koalition seien viele Fragen oft auf den geschlossenen Widerstand des konservativen Blocks um Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer gestoßen. „Deutschland kann mehr, wenn ein Sozialdemokrat Bundeskanzler ist“, sagte Schulz am Montagabend bei einem Wahlkampfauftritt in der SPD-Hochburg Bremen. „Nichts ist alternativlos, wie Angela Merkel behauptet. Das Gegenteil ist der Fall.“

Die Kundgebungstour „Martin Schulz live“ führt quer durch Deutschland und sieht etwa 40 Großkundgebungen in einem Monat vor. Das Finale ist für den 22. September in Berlin und am 23. September in Aachen geplant. An der Veranstaltung am Montagabend vor dem historischen Rathaus nahmen auch Bremens Regierungschef Carsten Sieling, Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (alle SPD) teil.

Schulz warf der Kanzlerin vor, eine Verschärfung der von der SPD geforderten Mietpreisbremse verhindert zu haben. Auch die weiter bestehende Ungleichbehandlung von Leiharbeitern und tariflich Beschäftigten legte der SPD-Chef der Amtsinhaberin persönlich zur Last. „In unserem Land geht’s nicht gerecht zu“, betonte Schulz.

Quelle: welt.de

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