Deutschland, Merkel, Politik, Schulz, AfD

Weidel fordert, Merkel müsse vor Gericht gestellt werden

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel greift Bundeskanzlerin Angela Merkel in der "Passauer Neuen Presse" massiv an.

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Gegen Alexander Gauland wurde Strafanzeige gestellt - wegen Volksverhetzung. Es geht um das Wort „Entsorgung“. AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel erklärt im Interview, man könne sich über die Wortwahl streiten, das sei „Geschmackssache“. Quelle: N24

 Wenige Wochen vor der Bundestagswahl greift die AfD Bundeskanzlerin Angela Merkel massiv an. „Wir müssen uns mit den Rechtsbrüchen der Kanzlerin auseinandersetzen. Angela Merkel müsste nach ihrer Amtszeit vor ein ordentliches Gericht gestellt werden“, forderte AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel in einem Interview der „Passauer Neuen Presse“.

„In der Euro-Rettungspolitik und in der Flüchtlingskrise hat sie gegen geltendes deutsches und europäisches Recht verstoßen. Dafür sollte sie sich vor einem Richter verantworten müssen.“

Zuvor hatte Weidel bereits im Interview mit N24 die Äußerungen des AfD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland über die Integrationsbeauftragte des Bundes, Aydan Özoguz (SPD), verteidigt.

Vergangenes Wochenende hatte Gauland nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ davon gesprochen, die SPD-Politikerin in Anatolien zu „entsorgen“. Darauf angesprochen, bekräftigte Weidel Gaulands Ansichten. Die Wortwahl sei eine Geschmackssache, über die man streiten könne, sagte Weidel. Aber in der Sache habe ihr Kollege nun mal recht.

„Frau Özoguz ist als Integrationsbeauftragte eine absolute Fehlbesetzung.“ Die SPD-Politikerin plane, die deutsche Mehrheitsgesellschaft rückwärts zu integrieren. Ein Zeichen dafür sei Özoguz’ Toleranz für Kinderehen, die sie als religiöses Recht akzeptiere, so Weidel weiter.

Schulz: „AfD ist eine Schande für das Land“

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat derweil die AfD als eine Schande für das Land bezeichnet. Deren Parteivorsitzende „Frauke Petry gilt in dieser Partei als gemäßigter Flügel. Da kann man sich vorstellen, was man vom radikalen Flügel der Partei zu erwarten hat“, sagte Schulz am Donnerstagabend bei einem Wahlkampfauftritt in Hamburg.

Rund drei Wochen vor der Bundestagswahl am 24. September betonte er, er trete an für ein Land, „das in Vielfalt stark ist, in dem Ausgrenzung keine Chance hat …, für ein Land, das zusammenhält.“

„Es ist ein großer, großer Fehler, wenn wir über unser Land so reden, als ob es für alle gut laufen würde“, sagte Hamburgs Bürgermeister und SPD-Bundesvize Olaf Scholz. Wolle Deutschland erfolgreich sein, müssten aber wirklich alle eine gute Perspektive haben, betonte er mit Blick auf den SPD-Slogan „Zeit für mehr Gerechtigkeit“: „Darum geht es bei der Bundestagswahl.“

Quelle: welt.de

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