Flüchtlinge

Flüchtlinge demonstrieren in Sankt Augustin

In Sankt Augustin sind am Mittwochmorgen rund 50 Personen auf die Straße gegangen. Die Flüchtlinge protestieren gegen Rückführungen und Bedingungen in ihrer Unterkunft in der ehemaligen Medienzentrale.

Quelle: Sebastian Laubert 

Aus Angst vor Rückführungen haben in Sankt Augustin am Mittwochmorgen rund 50 Flüchtlinge demonstriert. Sie hatten sich gegen 8.30 Uhr an der Ecke Kreuzeck und Alte Heerstraße versammelt, da am Mittwoch Rückführungen nach Italien geplant gewesen sind.

Die Männer, die zum Teil seit vier bis sechs Monaten im Ausreisezentrum in der Zentralen Unterbringungseinrichtung in Sankt Augustin - der ehemaligen Medienzentrale - hatten mit der Aktion Erfolg. Nach einem Gespräch mit Vertretern der Bezirksregierung Köln werde es am Mittwoch keine Rückführungen mehr geben, teilte die Polizei nach Rücksprache mit der Behörde vor Ort mit.

Die Demonstranten machten darüber hinaus auch auf weitere Anliegen aufmerksam: So gebe es Verzögerungen bei der Bearbeitung ihrer Papiere und Probleme bei der medizinischen Versorgung. Im zweiten Punkt konnte ebenfalls eine Einigung erzielt werden: Kranke werden im Laufe des Tages in der Unterbringungseinrichtung untersucht.

"Warnung vor Rückführung" oder "Wir haben auch Rechte" stand auf zwei der Plakate, die die Männer hochhielten. Mit einem anderen Plakat schienen sie auf aktuelle Vorfälle wie etwa die Vergewaltigung in der Siegaue zu verweisen, bei denen Flüchtlingen Verbrechen vorgeworfen werden. Sie warnten vor Verallgemeinerungen und grenzten sich von Straftaten ab.

Nachdem die Polizei die Männer zunächst von den Straßen holte und an einer Ecke versammelte, konnten die Demonstranten schließlich unter Polizeibegleitung ihren Zug entlang des Straßenrandes fortsetzen. Wie die Beamten vor Ort mitteilten, sei die Versammlung friedlich und ruhig verlaufen. Gegen 10.15 Uhr löste sich die Gruppe dann wieder auf.

Quelle: general-anzeiger-bonn.de

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