migranten, Flüchtlinge, Europa, Zypern

Besatzung von Antiflüchtlingsschiff wieder frei

Zehn Rechtsextreme dürfen nach ihrer Festnahme auf Zypern weiterfahren. Mit ihrem Schiff C-Star wollen sie Flüchtlinge an der Überfahrt nach Europa hindern.

c star zypern fluechtlinge

Das Kampagnenschiff der Identitären liegt im Hafen von Famagusta. Quelle: Uncredited/AP/AP/DPA

Die Besatzungsmitglieder eines Schiffs rechtsextremer Aktivisten, die Flüchtlinge an der Überfahrt nach Europa hindern wollen, sind wieder frei. Der Kapitän der C-Star, der Besitzer des Schiffs und acht Crewmitglieder seien freigelassen worden, meldete Zyperns TV-Sender BRT. Die Rechtsextremen selbst bestätigten dies per Twitter.

Das von der Gruppe Defend Europe gecharterte Schiff war im Hafen von Famagusta im türkisch verwalteten Norden Zyperns festgesetzt worden. Die Behörden warfen den zehn Verdächtigen laut der Zeitung Kibris Postasi vor, falsche Papiere zu verwenden. Dieser Verdacht bestätigte sich nach BRT-Informationen nicht. Die Behörden verwiesen die Rechtsextremen schließlich der Insel.

Das Schiff hatte Anfang Juli Dschibuti verlassen und musste bereits eine Woche lang im Suez-Kanal warten. Laut Defend Europe warfen linke Gruppen und Nichtregierungsorganisationen ihnen vor, Waffen und Söldner zu transportieren, um so ihre Weiterfahrt zu verhindern.

Eine Durchsuchung in Ägypten bestätigte demnach die Vorwürfe nicht. Nach der Ankunft in Zypern verließ eine Gruppe von 20 Menschen das Schiff. Wie Kibris Postasi berichtete, beantragten fünf von ihnen Asyl, während der Rest per Flugzeug das Land verließ. Laut Defend Europe handelte es sich um Seeleute aus Sri Lanka, die "zu Trainingszwecken" mitgefahren seien.

Flüchtlingsabwehr per Crowdfunding

Hinter der Aktion Defend Europe stehen deutsche, französische und italienische Mitglieder der Identitären Bewegung, die in Deutschland wegen ihrer völkischen Ideologie vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Die Rechtsextremisten hatten Mitte Mai eine Kampagne im Internet gestartet und 76.000 Euro für die Anmietung eines Schiffs eingesammelt.

Die C-Star soll in Sizilien Aktivisten an Bord nehmen und dann Kurs auf die libysche Küste nehmen. Dort wollten sie die libysche Küstenwache auf Flüchtlingsboote aufmerksam machen, damit diese die Fliehenden zurück nach Nordafrika bringen. Die Rechtsextremisten wollten damit gegen NGOs protestieren, die Flüchtlinge nach Europa bringen.

Quelle: zeit.de

Add comment

Jep News Media Solutions

Tel. + 49 / 33 / 25 91 - 15 97

Tel. + 49 / 15 / 78 206 3915

E-Mail: info@jepnews.de

О новой Joomla на JooMix.org